Zur Vorgeschichte des Emmy-Noether-Zentrums für Algebra

In den Jahren 2007 ff werden am Erlanger Mathematischen Institut drei Lehrstühle und drei Extraordinariate für Algebra, Geometrie und Zahlentheorie zu besetzen sein. In Anknüpfung an die große Erlanger Algebra-Tradition, die sich mit den Namen Christian von Staudt, Felix Klein, Paul Gordan, Max und Emmy Noether, Wolfgang Krull u.a. verbindet, wurde beschlossen, dass im Zuge der genannten Neubesetzungen ein Zentrum von internationalem Rang entstehen sollte, das Emmy-Noether-Zentrum für Algebra. Ein Gremium renommierter auswärtiger Gutachter, nämlich die Damen und Herren

Prof. Arnaud Beauville Univ. Nice
Prof. Hélène Esnault Univ. Essen
Prof. Günter Harder MPI für Mathematik, Bonn
Prof. Bernd Sturmfels Univ. of California, Berkeley

stellten ihre Expertise zur Verfügung, und nach Beratungssitzungen dieses advisory boards und einigen Vorstellungen aktueller Gebiete durch prominente Fachvertreter wurde als mathematischer Kristallisationspunkt des Emmy-Noether-Zentrums das engere Gebiet der Darstellungstheorie ausgewählt als ein Gebiet, das sowohl innerhalb der Mathematik als auch in den Anwendungen von ungebrochener Innovationskraft ist. Nach dieser Richtungsentscheidung wurde im Juli 2005 das Emmy-Noether-Zentrum für Algebra mit Schwerpunkt Darstellungstheorie als interdisziplinäres Zentrum der Universität von Mathematikern, theoretischen Physikern und Vertretern der Informationstechnik gegründet (Satzung).
Die Neubesetzung der oben genannten frei werdenden Stellen soll dem personellen Aufbau dieses Zentrums auf der Seite der Mathematik dienen